Kita-Studie: Wie können Träger die Fachkräftebindung und Arbeitgeberattraktivität stärken?
Musik kann für Kita-Träger mehr sein als ein pädagogisches Zusatzangebot – sie kann ein sichtbarer Profilbaustein für Fachkräftebindung und Kita Arbeitgeberattraktivität sein. Unsere Studie mit knapp 600 Befragten aus der Kita-Praxis zeigt: Viele Fachkräfte erleben Musik als wichtig, wünschen sich aber mehr Rückhalt, Material, Ausstattung und Fortbildung. In diesem Webinar erfahren Träger, was die Studienergebnisse konkret bedeuten – und wie sie Musik gezielt nutzen können, um Einrichtungen zu stärken, Fachkräfte wertzuschätzen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Praxisnah, strategisch und mit klaren Impulsen für die Trägerarbeit.
Was Sie im Webinar erwartet:
- Zentrale Ergebnisse der Lugert-Studie zu Musik in der Kita, Fachkräftebindung und Arbeitgeberattraktivität
- Warum Musik für viele pädagogische Fachkräfte persönlich und fachlich wichtig ist
- Welche strukturelle Lücke zwischen Interesse an Musik und tatsächlicher Verankerung in Einrichtungen besteht
- Wie ein klares Musikprofil die Kita Arbeitgeberattraktivität stärken kann
- Welche Rolle Ausstattung, Materialien, Rituale und Fortbildungen für Fachkräfte spielen
- Warum musikalische Bildung nicht vom Engagement einzelner Personen abhängen sollte
- Wie Kita-Träger Musik als sichtbaren Baustein für Qualität, Wertschätzung und Profilbildung nutzen können

Elke Gulden
Als Herausgeberinnen der Zeitschrift „Musik in der Kita“ sind Elke Gulden und Bettina Scheer sehr eng mit dem Kita-Bereich des Lugert Verlages verbunden. Darüber hinaus bereichern sie unser Verlagsprogramm mit weiteren Produkten und Angeboten – von „30x Musik für zwischendurch für die Grundschule“ über Bewegungslieder und Klanggeschichten bis hin zu mitreißenden Webinaren!

Sabine Bomblat
Sabine Bomblat ist studierte Medien- und Kommunikations-Wissenschaftlerin. Nach Stationen in Verlagen und einer PR-Agentur mit Schwerpunkt Bildung verantwortet sie seit zehn Jahren das Marketing des Lugert Verlages – im engen Austausch mit der Redaktion. Musik und Marketing sind ihre Leidenschaft: Sie liebt es, musikalische Angebote zu gestalten, die Lehrkräfte und Erzieher*innen unterstützen und damit Kinder und Jugendliche für Musik begeistern.

Muriel Navitzkas
Muriel Navitzkas ist studierte Musikwissenschaftlerin und ausgebildet in musikalischer Früherziehung. Sie hat viele Jahre in Kitas und Grundschulen musikalisch mit Kindern gearbeitet und ist seit zehn Jahren beim Lugert Verlag tätig, wo sie zurzeit die Programmleitung verantwortet.
Musik als strategischer Profilbaustein für Kita-Träger
Musik ist in vielen Kindertagesstätten präsent – im Morgenkreis, bei Übergängen, im Freispiel, bei Festen oder in gezielten Bildungsangeboten. Doch häufig bleibt sie ein Bereich, der stark vom Engagement einzelner Fachkräfte abhängt. Genau an diesem Punkt setzt das Webinar „Was unsere Kita-Studie über Musik, Fachkräftebindung und Arbeitgeberattraktivität zeigt“ an. Es richtet sich an Kita-Träger, die musikalische Bildung nicht nur als pädagogisches Angebot, sondern als strategischen Faktor für Qualität, Fachkräftebindung und Kita Arbeitgeberattraktivität verstehen möchten.
Im Mittelpunkt steht eine aktuelle Befragung des Lugert Verlags mit knapp 600 Teilnehmenden aus der Kita-Praxis. Die Studie ist nicht repräsentativ, zeigt aber deutliche Tendenzen: Musik spielt für viele Fachkräfte eine große Rolle. Gleichzeitig ist sie in vielen Einrichtungen strukturell noch nicht ausreichend verankert. Für Träger ergibt sich daraus eine klare Chance: Wer Musik sichtbar unterstützt, stärkt nicht nur Kinder und Bildungsprozesse, sondern auch die Fachkräfte, die diese Arbeit jeden Tag gestalten.
Was die Kita-Studie über Musik im Arbeitsalltag zeigt
Ein zentrales Ergebnis des Webinars: Für die meisten befragten Fachkräfte ist Musik in der Kita ein wichtiges Thema. 94 Prozent geben an, dass Musik für sie persönlich im Kita-Alltag wichtig ist. Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine deutliche Diskrepanz zwischen persönlicher Bedeutung und institutioneller Verankerung. Viele Fachkräfte möchten Musik einsetzen, fühlen sich aber unsicher oder wünschen sich mehr Ideen, Materialien und Rückhalt.
Besonders aufschlussreich ist die Aussage, dass Musik in vielen Einrichtungen stark vom Engagement einzelner Personen abhängt. Wenn nur eine Fachkraft singt, Gitarre spielt, Klanggeschichten gestaltet oder musikalische Rituale initiiert, entsteht ein Risiko: Fällt diese Person aus oder verlässt die Einrichtung, verschwindet häufig auch ein großer Teil des musikalischen Profils. Für Träger bedeutet das: Musik sollte nicht als individuelles Hobby einzelner Fachkräfte betrachtet werden, sondern als Teil der pädagogischen Struktur.
Fachkräftebindung in der Kita: Warum Musik auch ein Arbeitgeberthema ist
Das Webinar macht deutlich, dass musikalische Bildung nicht nur eine Frage der Kinderförderung ist. Sie berührt auch zentrale Themen der Personalentwicklung. In Zeiten des Fachkräftemangels gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Träger ihre pädagogischen Fachkräfte binden, wertschätzen und langfristig motivieren können.
Die Studie zeigt hier einen spannenden Zusammenhang: In Einrichtungen, in denen Musik sichtbar gefördert und wertgeschätzt wird, berichten Fachkräfte häufiger von Zufriedenheit, Verbundenheit und Bleibebereitschaft. Musik wird dadurch zu einem möglichen Faktor für Fachkräftebindung in der Kita. Das bedeutet nicht, dass Musik allein Personalprobleme löst. Aber sie kann ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass ein Träger die pädagogische Arbeit ernst nimmt und Fachkräfte mit ihren Interessen und Kompetenzen unterstützt.
Genau dieser Punkt ist für Kita-Träger besonders wertvoll. Denn Arbeitgeberattraktivität entsteht nicht nur durch große Versprechen, sondern durch konkrete erlebbare Unterstützung im Alltag: durch Materialien, Fortbildungen, Ausstattung, Freistellung, Austauschmöglichkeiten und ein klares pädagogisches Profil.
Kita Arbeitgeberattraktivität durch ein starkes Musikprofil
Ein weiterer Schwerpunkt des Webinars liegt auf der Frage, wie ein Musikprofil in der Kita die Arbeitgeberattraktivität eines Trägers stärken kann. Laut Studie sehen viele Fachkräfte musikalische Ausstattung, Fortbildungsangebote und praxistaugliche Materialien als Zeichen dafür, dass ihre Arbeit ernst genommen wird. Eine Kita, in der Musik strukturell unterstützt wird, wirkt dadurch nicht nur für Familien, sondern auch für pädagogische Fachkräfte attraktiver.
Für Träger eröffnet sich daraus eine wichtige Perspektive: Musik kann Teil der Arbeitgebermarke werden. Wer nach außen sichtbar macht, dass musikalische Bildung gewünscht, gefördert und im Alltag verankert ist, spricht Fachkräfte an, die ihre pädagogische Arbeit kreativ, ganzheitlich und kindorientiert gestalten möchten. Gerade für Bewerberinnen und Bewerber kann ein solches Profil ein Signal sein: Hier bekomme ich Rückhalt. Hier darf ich meine Stärken einbringen. Hier gibt es Materialien, Fortbildung und eine Haltung, die Bildung mit allen Sinnen ernst nimmt.
Die strukturelle Lücke schließen: Was Fachkräfte brauchen
Im Webinar werden konkrete Ansatzpunkte vorgestellt, mit denen Träger musikalische Bildung in ihren Einrichtungen stärken können. Dabei geht es nicht um große, schwer umsetzbare Konzepte. Vielmehr zeigen die Ergebnisse, dass Fachkräfte vor allem praxistaugliche Unterstützung brauchen: einfache Materialien, sichere Ideen, musikalische Rituale, grundlegende Ausstattung und Fortbildungsangebote.
Viele Fachkräfte wünschen sich Impulse, die direkt im Kita-Alltag funktionieren. Dazu gehören Lieder, Bewegungsideen, Klanggeschichten, Tänze, kleine Verse, Jahreszeitenimpulse oder musikalische Übergänge. Solche Bausteine helfen nicht nur Kindern, sondern entlasten auch Fachkräfte. Musik kann Gruppen strukturieren, Aufmerksamkeit bündeln, Sprache fördern, Bewegung anregen und Gemeinschaft stärken.
Für Träger ist entscheidend, diese Unterstützung nicht dem Zufall zu überlassen. Wenn Musik regelmäßig Thema in Teams, Fortbildungen und Konzeptionsprozessen ist, entsteht eine gemeinsame pädagogische Grundlage. So wird aus Einzelengagement eine tragfähige Einrichtungskultur.
Fortbildungen, Materialien und Kongresse als Zeichen von Wertschätzung
Das Webinar zeigt außerdem, welche Rolle Fortbildungen, Webinare, Fachzeitschriften, digitale Materialien und Veranstaltungen wie der „Musik in der Kita“-Kongress spielen können. Sie bieten Fachkräften nicht nur neue Ideen, sondern auch Bestätigung und Wertschätzung. Wer eine Fortbildung besuchen darf, wer Zugang zu guten Materialien erhält oder wer mit musikalischen Impulsen regelmäßig versorgt wird, erlebt: Mein Interesse zählt. Meine pädagogische Arbeit wird gesehen.
Gerade für Kita-Träger kann dieser Aspekt strategisch bedeutsam sein. Investitionen in musikalische Bildung sind nicht nur Investitionen in Angebote für Kinder. Sie sind auch Investitionen in Personalentwicklung, Motivation und Bindung. Musik wird damit zu einem Baustein, der pädagogische Qualität und Arbeitgeberattraktivität miteinander verbindet.
Mehrwert des Webinars für Kita-Träger
Das Webinar bietet Trägern eine fundierte Grundlage, um Musik in ihren Einrichtungen neu zu bewerten. Es zeigt anhand konkreter Studienergebnisse, warum musikalische Bildung für Fachkräfte relevant ist, welche Unterstützung sie sich wünschen und wie Träger daraus praktische Handlungsschritte ableiten können.
Teilnehmende erhalten Impulse, wie sie Musik als Profilbaustein nutzen, Fachkräfte stärken und ihre Einrichtungen als attraktive Arbeitsorte sichtbar machen können. Dabei steht nicht die Frage im Mittelpunkt, ob jede Kita ein spezialisiertes Musikhaus werden muss. Entscheidend ist vielmehr: Wie kann Musik so verankert werden, dass sie den Alltag erleichtert, Kinder stärkt, Fachkräfte unterstützt und die pädagogische Qualität sichtbar macht?
Für Kita-Träger, die im Wettbewerb um Fachkräfte klarer auftreten möchten, bietet dieses Webinar einen besonderen Perspektivwechsel: Musik in der Kita ist nicht nur schön. Sie kann ein wirksamer Bestandteil moderner Trägerentwicklung sein.
